.

Richtig "abgerichtet" kann ein MENSCH der beste FREUND eines HUNDES sein. (Corey Ford)

Donnerstag, 7. Januar 2010

Rüde oder Hündin - das ist hier die Frage ???

Also,wenn es nach Anfragen und Wünschen geht,dann müsste Emma 12 Hündinnen bekommen. Inzwischen schmunzle ich über die Gründe für eine Hündin und gegen einen Rüden -
aber mal ehrlich, aus verhaltensbiologischer Sicht ist es völlig unerheblich. Viel entscheidender für den Erfolg der Beziehung zu ihrem Hund ist in jedem Fall der artgerechte Umgang mit ihm.
Es heißt doch schließlich immer,dass Hündinnen "leichter zu führen" seien,wohingegen Rüden gern Tendenzen zum "Rudelführer" zeigen und eine "harte Hand" brauchen ...??? Tja, leider stimmt dies einfach nicht, wie so viele landläufige Aussagen und Meinungen aus der Hundeszene.Verhaltensbiologisch gesehen ist die männliche Rudelführerschaft eine Mär. Im Wolfsrudel sieht das ganz anders aus - auch wenn für Laien z.B. das "Beinheben" als Revierbegrenzung des Leitwolfes dient.Denn er ist nur deshalb Leitwolf mit ausschließlicher Fortpflanzungsberechtigung,weil er der "Ehemann" der Wölfin Nummer Eins ist.
Sie hat das Sagen ! Kommt Ihnen das bekannt vor ? Ja, nicht nur in der Kinder- und der Hunde-Erziehung gibt es brisante Ähnlichkeiten, auch auf anderen Gebieten...
Es ist die "Leitwölfin", die das Rudel in allen Belangen führt.
Gleich,ob wir uns für eine Hündin oder einen Rüden entscheiden - beide brauchen einen festen Platz im Mensch-Hund-Rudel und eine "Chefin/Chef",deren Funktion der Mensch ausfüllen sollte.
Welche "Führungsansprüche" der Hund,den man sich mit dem Züchter gemeinsam aussucht, an uns stellt,hängt mehr von seinem Temperament als von seinem Geschlecht ab !
Viel entscheidender für die Auswahl ist daher, wie es um die Fortpflanzungsmodalitäten unserer Hunde steht. Hündinnen werden 2x im Jahr läufig. Die meisten Rüden sind es das ganze Jahr über,da sie keine menschliche "Rudelchefin" über sich haben,welche ihnen Einhalt gebietet !
Das heißt : Falls wir uns für eine Hündin entscheiden,kann es passieren,dass uns 95% aller Rüden der näheren und weiteren Nachbarschaft 2x im Jahr ihren Besuch abstatten.Dafür haben wir als Hundefreunde doch Verständnis,ebenso wie für die schnell ansteigende Zahl der männlichen Hundeverehrer, welche uns auf unseren Spaziergängen begleiten...
Haben Sie sich für einen Rüden entschieden,lesen sie es einfach anders herum ! Richtig ist allerdings, dass Rüden in der Regel etwas größer werden als Hündinnen.
Am Ende muß nun jeder für sich selbst entscheiden - statistisch gesehen gibt es in den meisten Würfen allerdings mehr Rüden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen